Im Liber valoris zu Beginn des 14. Jahrh. wird Kirchrarbach genannt. Die romanische Kirche und das Patrozinium weisen auf ein höheres Alter hin. 1368 wird Kirchrarbach als Pfarrei erwähnt.
Der Vikar für Kirchrarbach hatte seinen Sitz in Oberhenneborn. Bei Bildung der Pfarrei Kirchrarbach im 14. Jh. wurde die Vikarie mit der Pfarrei verbunden. Die Vikarie Oberhenneborn ging ein.
Das Patronatsrecht hatten zuerst die Herren von Hanxleden, später die von Grafschaft und ab 1592 die von Fürstenberg. Zuletzt lag es beim Abt von Kloster Grafschaft, der die Pfarrstelle von 1636 bis 1825 mit Benediktinermönchen besetzte.
Folgende Benefizien und Patronate sind bekannt und bestehen noch bis heute: Pfarrfonds, Küsterfonds, Kirchenfonds. Der Vikariefonds St. Laurentius, gegründet auf Gut Hanxleden (1678), wurde 1859 infolge Übereinkunft nach Kirchrarbach verlegt; der Besitzer von Gut Hanxleden verzichtete auf die Präsentation.
Kirchenbücher liegen seit 1751 vor. 1795 brannte das Pfarrhaus ab und vernichtete fast alle Archivbestände.
Bis 1904 gehörte auch der Ort Oberhenneborn zur Pfarrei. In diesem Jahr wurde er abgepfarrt und erhielt einen eigenen Geistlichen, 1921 die eigene Vermögensverwaltung.
Die Kirchengemeinde verfügt über ein reichhaltiges Kunstinventar und hat einige Gunstgegenstände als Leihgabe dem Diözesanmuseum in Paderborn überlassen.
Die Kirche hat ihren Ursprung in einer Kapelle aus dem 10. Jh. und wurde stets erweitert. Die erste Kirche wurde wohl 1257 gebaut, wie Schriftzeichen (Turmmauerwerk) zu entnehmen ist. 1912 wurde die alte Kirche - bis auf Turm und Chorraum - abgebrochen und durch einen Neubau ersetzt (Dombaumeister Buchkremer, Aachen). Große Renovierungen fanden in den 1970er und 1990er Jahren statt.
(Quelle: Realschematismus des Erzbistums Paderborn)
Orte die zum Kirchspiel gehören: Dornheim (31), Föckinghausen (17), Hanxleden (16), Kirchrarbach (277), Mönekind (28), Niederhenneborn (72), Oberrarbach (62), Sellmecke (23), Sögtrop (123). Gesamt = 649 Einwohner.
(In Klammern: Einwohnerzahlen, Stand 31.12.2007)
Konfessionszugehörigkeit: 94,9 % rk, 2,8 % ev, 2,3 % gehören anderen oder keiner Glaubensgemeinschaft an.
Seelsorge: Bis 31.12.1994 hatte Kirchrarbach fast stets einen eigenen Pfarrer. Ab dem 01.01.1995 übernahmen die Geistlichen von Bad Fredeburg die seelsorgliche Betreuung der Gemeinde. Unter dem 18.02.2003 wurde vom H.H. Erzbischof der Pastoralverbund Fredeburger Land ins Leben gerufen. Diesem wurde dann auch die Pfarrei Kirchrarbach zugeschlagen.
Kirchrarbach, 30. Juni 2008
(E.K.K.)